Der Autor
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Markus Dosch wurde in dem Dorf Allach bei München 1931 geboren. Kindheit und Jugend sind durch die nationalsozialistische Herrschaft geprägt, vor der der Junge in eine Welt der Bücher flieht. Die Beschäftigung mit Märchen, Mythen und Sagen bietet eine Möglichkeit zu leben und zu überleben. Das Lesen erweckt schon früh den Wunsch selbst zu schreiben und das Leben in Sprache zu verwandeln.

In seinen Erzählungen verarbeitet er vielfach seine Erfahrungen als Mitarbeiter einer Versicherung. Die Erlebnisse eines ganz normalen Büromenschen werden hier zu manchmal schaurigen, manchmal heiteren, manchmal bissigen Geschichten verdichtet. Die frühe Faszination durch Mythen und Märchen kehrt dabei in der Kunst des Autors wieder, das Wunderbare oder das Abgründige im Einerlei des tagtäglichen Lebens aufzuspüren und in poetische Bilder zu fassen.

Markus Dosch ist Gründungsmitglied der Werkstatt München im Werkkreis

Literatur der Arbeitswelt. Seit 1970 organisiert er hier Workshops, hält Vorträge und berät junge Autoren. Er ist Sprecher der Werkstatt und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Seit 1991 hat er seine Texte in fünf Erzählbänden und einem Gedichtband veröffentlicht. Er stellt sie in Lesungen immer wieder einem breiten Publikum vor. Außerdem ist er Mitherausgeber einer Reihe von Anthologien des Werkkreises, u. a. von "Freistaat Bayern - Land der Amigos" und "Literatur gegen rechts".

Markus Doschs politisches Engagement gilt der Gefährdung unserer Demokratie durch rechte, nationale Kräfte. Die Erfahrung des Nationalsozialismus hat ihn sensibel für rassistische Töne gemacht. In seinen Geschichten macht er immer wieder auf die Gegenwärtigkeit der braunen Ideologie in unserer Gesellschaft aufmerksam. In Lesungen und auf Vorträgen warnt er besonders junge Menschen davor, den faschistischen Verführern auf den Leim zu gehen. Er setzt sich für Freiheit, Toleranz und die Anerkennung des Anderen und Fremden ein.