Willkommen

Hallo liebe Freundinnen und Freunde meiner hp:

Natürlich ist über die Zeit des Übergangs vom Sommer zum Herbst schon sehr viel geschrieben, gedichtet, gesungen und auch gestottert worden. Aber man darf diese eigenartige Zeit auch nicht übergehen. Ein Kollege hat mich wegen der vielen heißen Sommertag angesprochen und gemeint, das sei ihm alles zuviel, der Remmidemmi und die gigantische Hitze. Und das ewig Heitere.

Ich versuchte, ihn zu verstehen, das war nicht einfach, denn ich erinnere mich an meine, unsere Kindheit und frühe Jugend. Ich nehme an, Ihr kennt das auch, man trottet einen ausgetrockneten Wiesenpfad zum Badesee, die Wiesen schon etwas ermattet (sie können der Sonne ja nicht davonrennen), der Tanz der Mücken über dem Weg und die seltsame Stille und Ruhe auf dem Weg zum See.

 

Es ist auch so, Ihr seid damals noch nicht so lange auf dieser Erde, ihr fremdelt noch, zumindest eine stattliche Zahl von euch, und Ihr spürtet diese Fremdheit, die Ihr heute als Erwachsene nicht mehr empfindet. So geht es zumindest mir, mit seltenen Zeiten der Durchlässigkeit des Lebensgefühls. Man kann sich in diese kostbare Zeit von damals schwer hinein versetzen, aber es kann gelingen. Man muss aber schon darum kämpfen, um sie wieder zu finden, diese wunderbare Zeit, auch wenn sie oft so erschien, als ob das alles nicht geheimnisvoll wäre, sondern abgeschmackt banal, oft bitter und undurchschaubar.

 

Doch wir haben sie alle erlebt, der oder die eine deutlicher, der oder die andere nur als den Anhauch der Natur oder einer höheren Ordnung. Ich will sie nicht Gott nenen, denn Gott kann man nicht empfinden, er ist unsichtbar und ausser unserer geistigen Reichweite. Auch das Herz kann ihn nicht fühlen, denn er ist unfühlbar. Nur wenn du von ihm besessen bist, wird er sich Dir nähern. Aber das ist auch schon wieder etwas, das den meisten von uns nicht erlebbar ist..

 

Wenn man sich der Natur, oder Gott oder dem Menschen nähern möchte, dann geht es über die Liebe oder es geht gar nicht. Wenn wir uns lieben, dann sind wir zu unserem großen Glück nicht mehr voneinander getrennt, wir haben für einige kostbare Minuten dieses Paradies wieder gefunden, aus dem man uns verbannt hat, und in dem wir vor unserer Geburt existiert haben.


Doch Eines ist noch in der Lage, uns über diesen Verlust ein wenig zu trösten: das Gedicht. Denkt daran, wenn Ihr es lest, und es wird Euch, wenn auch nur mit einem Hauch, an dieses Paradies wieder erinnern. Ihr müßt nicht im Regen tanzen, was auch aufhellend ist. Ihr vernehmt ihn, Ihr hört ihn, wenn er Nachts auf Euer Fensterbrett oder die Fensterscheibe pocht, trommelt, und sich in Eure Träume verwandelt.

Ich wünsche Euch allen, dieses Erinnerungserleben wieder zu finden.

 

Ciao Markus      

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Gedicht    

Unerhörtes Lieben

Der Chef, er ist so jung nicht mehr,

Ergrautes Haar, schon licht und dünn.

Doch sieht er mich so an,

Halb lauernd, halb dann unverhohlen geil,

 Die Tränensäcke schwülstig,

Ich fühl es so.

Er zieht dich aus, hier an der Wanne,

In der ich pantsch und tauche den Salat

Und sauber spül von all dem Dreck,

Von all dem chemischen Gespritze.

Und ich,

Ich habe Angst vorm Chef und seinem Blick

Und vor dem Gift an meinen Händen.

Doch plötzlich wird mir heiß und kalt zugleich.

 

                                 Der Sohn des Chefs, er jung und groß,

Er bleibt an meinem Becken steh’n

Und sagt mit weicher Stimm:

„Du machst es gut Graziella und schnell die Arbeit,

Einfach prima.“

Er lacht dazu und schaut mir in die

Augen, tief und klar.

Ich fühl das Zittern meiner Beine,

Stütz mich am Trog und senk die Augen.

Die Freundin flüstert:

„Er mag dich, ich täusch mich nicht.“

Und ich

Ich werd so rot wie einst beim ersten Kuss

Und träum mich fort in unerhörtes Lieben.

                                                             MARKUS   DOSCH.

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Gedichtband "Dich traf ich Baum"  Verwurzelt tief Du in Raum und Zeit und Weltentraum * Markus Dosch 2012 96 Seiten

Gedichtband "Dich traf ich Baum"  Verwurzelt tief Du in Raum und Zeit und Weltentraum * Markus Dosch 

Auszug:  Gedicht Schneewind

Erinnerst dich an dunkelnd Holz,  An splitterberstend Pfützenspiel,

Vom Kinderschuh zerstampft, Unbändger Freude dumpfe Lust.
Der Fichtenmauer Schwärze, da vorm See,
Beim weissen Feld der Schneewind kreist.
Im Waschhaus stumpf die Mutter patscht,
Am Zuber dampft zum herben Mythos sie,
Und Hemden, Hosen, Tücher hart vom Frost,
Sie klirren wie Gespenster dir im Arm. Von draussen kommt der Schein,
Entzündet tief in dir das LICHT. Du weisst die Deinen - schau auf sie,
Ihr Antlitz voller Qual so seltsam weich nun.

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Als ich diese Gedichte las, fühlte ich mich durchdrungen vom Glühen der Sprache und des Ausdrucks in einem. War es ein Feuer des Erlebens,
das mich erfasste oder fand ich mich verstrickt in eine Welt des Fühlens und des Erinnerns an eine Zeit jenseits der Zeit?
An ursprüngliche Empfindungen und Atem des Lebendigen und manchesmal an Bruchstücke unseres Lebens und Aufbrüche in weite Fernen des Zukünftigen.
War es die Mutter, die rief und sich darbot den grellen Sehnsüchten des Liebens oder ein Ruf der Liebesmächte der Künftigen.
Doch auch der Dufr und der Atem der Erde strömte durch diese Verse. Wer Lyrik nicht mag, hat vielleicht sein Selbst verloren,
verschenkt an die Mächte des Beliebigen. Reiht Euch ein in die Kraft des Wortes und des Gefühls und ihr werdet spüren die Macht auch des Himmels.

Freifrau von Herlingen, Magdalena von Savoyen (1236 – 1256)

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